Archiv: Februar 2012

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Ai Weiwei und New York der 80er Jahre

Katalog "AI WEIWEI, New York 1983-1993", Distanz, Martin Gropius-Bau

Ai Weiwei fotografierte das Leben im New York der 1980er Jahre, und dabei entwickelte sich eine künstlerische und politische Dokumentation.
Als Ai Weiwei in New York ansässig war, lebte er in einer kleinen Wohnung im Avantgarde-Szeneviertel „East Village“. Er traf sich mit vielen chinesischen und amerikanischen Freunden. New York bot damals wie heute eine Vielfalt an unterschiedlichsten Menschen, und so entstanden viele Porträts von Künstlern, Intellektuellen und Ai Weiweis Freundeskreis. Aber auch Transvestiten (Reportage während des Wigstock-Festivals), Staßendemonstrationen und Proteste, politische Kampagnen (Bill Clinton) wurden abgelichtet.
Ai Weiwei zeigt seine Aufnahmen oft als Diptychon, Triptyk oder Kontaktstreifen. Sie funktionieren wie Stills und Auschnitte einer gesamten Szene oder Serie. Das komplette SW-Negativ wird vergrößert, sodass  das Gefühl entsteht, als gehe die Handlung ausserhalb des Fotos weiter. Ein Gefühl, das auch bei „Einzelbildern“ erhalten bleibt.

Ich glaube, ich möchte das Foto eher als eine Überraschung und weniger als eine Erinnerung betrachten. Wenn wir ein Bild entwickeln und vergrößern, erkenne ich: Oh, so ist das gewesen.
[…] Ich habe im Jahr 2000 angefangen, alles in einer Art Archiv zusammenzutragen. […] Ich wollte alles sehen, weil es für mich eine überschaubare Vergangenheit ist. Ich war in New York, also neigte ich dazu, das als ein kompaktes Paket zu behandeln. Ich bin ein anderes Ich dort. [1]

Ai Weiwei photographia la vie new yorkaise des années 80, constituant ainsi une documentation artistique et politique.
À New York, il vivait dans un minuscule appartement du quartier de la scène avant-gardiste „East Village“. Il croisa et rencontra beaucoup d’intellectuels et artistes américains et de la communauté chinoise. New York offrait (et offre encore aujourd’hui) une variété culturelle et ses portraits de son cercle d’amis, de ces artistes et intellectuels mais aussi les photos-reportages des travestis (Wigstock-Festival), de manifestations ou de campagnes électorales (Bill Clinton) sont la trace de cette époque.
Ai Weiwei présente ses tirages sous forme de diptyque, triptyque ou bande test, ils deviennent des stills et des fragments d’une scène ou d’une série. Le négatif complet (avec la perforation et les numéro) est agrandi même pour les vues uniques, comme pour nous signifier, que hors-champ, „ça continue“.

Ai Weiwei in New York – Fotografien 1983-1993
15. Oktober 2011 bis 18. März 2012 im Martin-Gropius-Bau / Berlin.
  1. [1] Aus dem Ausstellungskatalog „AI WEIWEI, New York 1983-1993“, Distanz, Martin Gropius-Bau.

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Food Design: Nuna

Copyright ©2008-2012 by Nuna World GmbH - All rights reserved.

„Form Follows Taste“
First Food Design by Neubau, Berlin
Der Künstler und Architekt Manu Kumar entwickelte zusammen mit Stefan Gandl von Neubau Berlin [1] ein völlig neuartiges Eis am Stiel: Nuna.
Nach über 3 Jahren Entwicklungszeit ist es an der Zeit einen ersten optischen Einblick zu gewähren.
Mit Nuna hat Neubau erstmals ein Food Design realisiert, das im wahrsten Sinne des Wortes über die formale optische Ebene hinausgeht.
Weiter lesen und mehr erfahren.

Manu Kumar, artiste et architecte, et Stefan Gandl de Neubau Berlin [2] ont conçu ensemble un nouvel esquimau original (révolutionnaire !) : Nuna.
Après 3 années de travail intense, le temps est enfin venu pour eux de nous dévoiler les premiers visuels.
C’est avec Nuna, que Neubau réalise pour la première fois un Food Design, qui, au sens sens propre du terme, va au-delà de la dimension visuelle.
Lire la suite du communiqué de presse (allemand / anglais).

  1. [1] Wir teilen das Büro zusammen.
  2. [2] Avec qui nous partageons l’atelier.

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Einzelexamplar

Im Zug nach Berlin... Und Ankunft in die Berliner Allee in Weissensee...

Die Austellung „Ai Weiwei, New York 1983-1993“ hat mich dazu gebracht, meine früheren Arbeiten wieder anzuschauen. Die Plattfom uing.net schließt kommenden Sommer und viele Projekte der Website day by day müssen noch „gesichert“ werden. Hier geht es um die Arbeit „Zweiwöchige Er-fahrung mit dem Blick durch die Kamera“ (SW-Fotografien Heft, Einzelexamplar, 1998) und eine kurze Präsentation. Durchblättern. [1]

Meine künstlerische Tätigkeit hat mit der Auseinandersetzung über die Problematik der Identität durch das Stilmittel der photographischen Abbildung begonnen: Zeichen des Alltäglichen, des Banalen unter Benutzung des Abzugs als „Beweis-Werkzeug“ oder als intellektueller „Vorwand“ für die Durchführung eines Projekts vom Anfang bis zum Ende?
Hierbei handelt es sich um eine photographische Arbeit aus dem Jahr 1998 während einer privaten, zweiwöchigen Deutschlandreise. Einfach losgehen mit dem einzigen Ziel, alles zu photographieren, und das Dahinfließen der Tage mit sich nach Hause zurückzubringen, auch unter dem Aspekt der Versuchung der inhaltlichen Konservierung: Möglichst viele Bilder schießen, um so die Spuren meines täglichen Lebens während dieser Zeitspanne zu dokumentieren. Mehr als ein nur sehr persönliches Tagebuch ist dieses Projekt die Abbildung einer Reise, von Begegnungen, der Entdeckung Berlins, eines Experiments und stellt so eine Art „lebendiges Gedächtnis [2]“ dar, das mich an diese Vergangenheit zu erinnern vermag, da mein eigenes Gedächtnis ja nicht unfehlbar ist.
Ich wollte die Darstellung der Person in einer täglichen Umgebung (das Bild, das man von sich selbst hat, und dasjenige, das Andere davon haben) und aber auch den „täuschenden“ Charakter der Photographie herausstellen: „Ja, ich bin das sicherlich auf diesem Photo, aber es stimmt, ich kann mich nicht wiedererkennen.“
Es existiert also ein Prozeß bei der Erstellung eines Abbildes: ein Spiel mit dem Bildauschnitt (Portrait? Selbstportrait?), und auch die Fragestellung: Inwiefern ist das ganze nur in Szene gesetzt, und ob man nicht dazu hin tendiert, das eigene Leben immer wieder zu spielen und zu inszenieren? Ist diese Grenze zwischen „Wirklichkeit“ und „Szene“ (oder „Theater“) noch überhaupt durchschaubar?

L’exposition „Ai Weiwei, New York 1983-1993“ au Martin-Gropius-Bau m’a donné envie de me replonger dans des travaux plus anciens. La plateforme uing.net fermant prochainement, je „sauve-garde“ peu à peu le contenu de day by day et remets en page les différents projets ; il en manque encore beaucoup. J’aimerais juste faire une courte présentation d’un travail photographique noir et blanc : „2 semaines à travers le regard de mon appareil photo“ (Cahier photographique – exemplaire unique 1998). Feuilleter. [3]

Je considère ce projet comme le point de départ de mon questionnement autour de l’identité au moyen du medium photographique : témoignage du quotidien, du banal, en utilisant l’épreuve argentique comme „outil-preuve“ ou alors comme „prétexte“ pour une mise en scène du début à la fin d’un projet ?
Il s’agit ici d’un travail photographique personnel, que j’ai réalisé en 1998 lors d’un voyage de deux semaines en Allemagne. Partir avec, parfois, l’unique but de tout photographier, de rapporter avec soi, et avec l’envie de contenir, l’écoulement des jours : prendre le maximum de photographies pour ainsi retracer ma vie quotidienne correspondant à cette période. Plus qu’un journal – intime -, ce projet est la trace d’un voyage, de rencontres, de découverte de Berlin, d’une expérience (ou expérimentation) et fonctionne comme une sorte de „mémoire vive“ qui me rappellerait de manière presque instantanée ce „passé“, si ma propre mémoire venait à faiblir.
Je souhaitais mettre l’accent sur la (re)présentation du sujet dans son environnement quotidien (l’image qu’il a de lui-même et l’image qu’ont les autres de lui) et sur le caractère „trompeur“ de la photographie : „Oui c’est bien moi sur la photographie, mais c’est vrai, je ne me reconnais pas“.
Il y a un processus de fabrication de l’image : jeu avec le cadrage photographique (portrait ? autoportrait ?). Le résultat était-il alors le compte-rendu d’événements quotidiens „hasardeux“ ou le prétexte pour jouer une „séquence de vie“ pour l’Art ?

  1. [1] Script Automn II, von dhteumeuleu.
  2. [2] aus dem Französischen „Mémoire vive“: Arbeitsspeicher.
  3. [3] Script Automn II, de dhteumeuleu.

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02
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Professionnelles Webdesign Berlin

Die Seite webdesign-paris-berlin.de wurde neu umgesetzt und optimiert. Alle Referenzen des Webtudios bleiben schnell zugreifbar. In den nächsten wochen (monaten vielleicht) müsste man auch auch an neue Visitenkarten, Stempel and co. arbeiten. Es gibt immer wieder jede Menge zu tun.

Le code source du site webdesign-paris-berlin.de a été optimisé. Dans les prochaines semaines (mois peut-être !), il faudrait aussi s’atteler aux nouvelles cartes de visite, cartes „compliments“ ou autre tampon ! Il y a toujours à faire.

14
02
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Still-Leben Fotografie mit Geschmack

Marie Leduc ist Fotografin für Food und Stills in Paris. In ihrem im 17. Arrondissement gelegenen Fotostudio inszeniert sie mit ihrem Team leckere Gerichte.
Marie und ich haben uns im Herbst 2011 in der Atelier-Galerie der Keramikerin Sophie des Courtis kennengelernt. Sehr schnell kam das Thema Relaunch zur Diskussion. Ihre Flash-Webseite war nicht mehr auf dem neuesten Stand, nicht für Smartphones optimiert und quasi inexistent in Suchmaschinen usw.
Hier handelt es sich um eine kurze Präsentation ihrer neuen Webseite, die komplett neu gestaltet und in HTML umgestetzt wurde. Was das Design betrifft, so waren wir uns sofort einig: alles Überflüssige wird entfernt und eine schlichte und elegante Seite aufgebaut. In Sachen JavaScript hat uns das Creative Studio Toort tatkräftig unterstützt.

Marie Leduc est photographe culinaire. Dans son studio photo, situé dans le 17ème arrondissement de Paris, Marie et son équipe mettent en scène avec beaucoup de goût des plats qui nous donnent envie de croquer l’écran !
Avec Marie, nous nous sommes rencontrées à l’automne 2011 dans l’atelier galerie de la céramiste Sophie des Courtis. Le contact est passé de suite et elle m’a fait part de son projet de refonte de site, qui était en flash, plus tout à fait up to date, non lu par les smartphones, non optimisé pour les moteurs de recherches etc.
Le site a donc été complètement repensé pour laisser beaucoup de place aux photos. Nous avons pris le parti d’un site très épuré et élégant. Concernant le développement JavaScript, le studio créatif Toort a été d’un grand renfort sur la dernière ligne droite.

06
02
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Was man nicht sieht…

Index Seite der Website objets-perdus.net

Letztes Jahr kündigte die Plattform uing.net bei seinen Usern an, dass das Online-CMS im Sommer 2012 schließen würde.
Martine Camillieris Webseite objets-perdus.net wurde 2007 mit diesem Online-Applications-Portal entwickelt. Ende 2011 entschieden wir uns, die Webseite neu zu launchen und sie mit WordPress zu erstellen – ein Tool, das wir als geeignet und nachhaltig erachten.
Tausend Dank an das Team des Creative Studio toort.net (in Yerevan / Armenien) für die Optimierung des neuen CMS und vor allem an Astgh Abrahamyan für ihre tolle Koordinationsarbeit.
Back-End wurde also das Projekt komplett neu programmiert und Front-End muss man zugeben, dass man nicht viel sieht und Änderungen kaum sichtbar sind. Google wird sich allerdings freuen: für die Suchmaschine ist alles neu!

L’année dernière la plate-forme uing.net annonçait qu’elle fermerait courant 2012.
Le site objets-perdus.net de la plasticienne Martine Camillieri avait été développé en 2007 avec ces services applicatifs en ligne.
Fin 2011, nous décidons donc de refondre le back-office du site-oeuvre „objets perdus“ en utilisant le WordPress, qui nous paraît approprié et surtout plus pérenne .
Pour l’optimisation du CMS, nous devons dire un grand merci à l’équipe du studio de création toort.net (basé à Yérévan en Arménie) et tout particulièrement à Astgh Abrahamyan pour la coordination du projet sur place !
C’est back-end que le projet a été entièrement „relifté“ et front-end, il faut avouer que les changements sont à peine perceptibles. Google se fera une joie d’indexer rapidement les nouvelles pages du site car pour lui c’est du neuf !